Am nächsten Freitag (5. August) startet die 1. Fußball-Bundesliga in die Saison 2011/12. Das Auftaktmatch werden der amtierende Meister Borussia Dortmund und der Hamburger SV bestreiten. Der BVB hat in der Sommerpause ganz bewusst auf die Verpflichtung eines Superstars verzichtet und setzt weiter auf junge Talente.
Als Ersatz für Spielmacher Nuri Sahin wurden mit Ivan Perisic, Ilkay Gündogn und Moritz Leitner gleich drei Jungprofis verpflichtet. Dortmund hat sich mit Blick auf die kommenden Aufgaben in der Champions-League auf vielen Positionen doppelt und dreifach verstärkt. Mit dem breiten Kader wollen die Schwarz-Gelben die Doppelbelastung schultern. Das Jahr eins nach der Meisterschaft könnte trotzdem schwierig werden, gerade die vielen jungen Spielern sind noch nicht ausreichend gefestigt, um langfristig konstant gut Leistungen zu bringen.
Insgesamt ist das Team des FC Bayern München in dieser Saison stärker einzuschätzen, die Bayern verfügen mit und 100 Mio Euro über einen mehr als doppelt so großen Etat wie Dortmund und haben in der Sommerpause tief in die Kasse gegriffen um sich vor allem in der Defensive zu verstärken. Manuel Neuer soll gemeinsam mit Jerome Boateng und Rafinha die Bayern-Abwehr wieder zu einem Bollwerk machen.
Die taktische Marschroute wird der neue Trainer Jupp Heynckes vorgeben, ein Fußball-Lehrer mit klaren Vorstellungen, die man unter Klinsmann und van Gaal schmerzlich vermisste. An der Säbener Straße stehen alle Vorzeichen auf Sieg, der Rekordmeister wird nach Ansicht aller Fußballexperten und Wettanbieter in dieser Saison den Meistertitel einfahren.
Bayer Leverkusen darf man bei den Sportwetten Quoten auf den Meistertitel gleichfalls zum erweiterten Favoritenkreis zählen, der Verein konnte mit Andre Schürrle einen adäquaten Ersatz für Arturo Vidal verpflichten und geht mit neuem Schwung in die Spielzeit. Heynckes-Nachfolger Robin Dutt will die Werkself endlich zur Meisterschaft führen, musste aber gerade in der 1. Runde des DFB-Pokals den ersten herben Rückschlag seiner Amtszeit hinnehmen. Das Aus gegen Dynamo Dresden (3:4) offenbarte einmal mehr die fehlende Siegermentalität der Mannschaft.
In dieser mentalen Verfassung wird Bayer nicht um die Meisterschaft mitspielen können, der spielstarke Kader ist aber allemal für einen Platz in der Champions- oder Euro-League gut.
